Soziologische Theorie und Praxis

Das Ergebnis der Praxisstudien Max Webers

Das Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen war sowohl quantitativ als auch qualitativ nicht zufrieden stellend. Das relative Fehlschlagen gleich einer Reihe von Erhebungen hatte vielschichtige Gründe. Ein wesentliches Problem betraf die von Marie Bernays, einer Schülerin Max Webers und bei der Enquete selbst mit einer Einzeluntersuchung betraut, beschriebenen technischen Schwierigkeiten, die darin begründet waren, dass einerseits ein vollkommener freier Verkehr der Forscher in den Betrieben nur mit vollster Zustimmung der Direktion möglich und andererseits das Vertrauen der Arbeiterschaft als Forschungsobjekt oft nur schwer zu gewinnen war. Selbst, wenn das Vertauen der Arbeiterschaft gewonnen werden konnte, war ein zügiges Fortschreiten der Untersuchungen immer wieder durch die Anteilnahme der Forscher am jeweiligen Einzelschicksal des Arbeiters oder der Arbeiterin verzögert, wie Marie Bernays in ihrer 1912 erschienenen Schrift Das Berufsschicksal des modernen Industriearbeiters beschreibt.

Neben den zahlreichen abgebrochenen und mit unbefriedigendem Ergebnis ausgefallenen Untersuchungen, gibt es eine Erhebung, nämlich die von Marie Bernays in der Gladbacher Spinnerei und Weberei AG in München-Gladbach, die als die methodisch gründlichste und thematisch umfassendste bezeichnet werden kann. Einerseits war Bernays bei der Verarbeitung des Materials, gerade auch in der Beachtung der Konzeption Max Webers, am weitesten gekommen, andererseits bezog sie Max Webers Überlegungen und Hypothesen seines Werkes Zur Psychophysik der industriellen Arbeit mit ein; so wie es Weber von den Forschern gefordert hatte. Demgemäß lobte auch Heinrich Herkner die Einzeluntersuchung von Marie Bernays in seiner Rede auf der Nürnberger Tagung des Vereins für Socialpolitik im Oktober 1911 als vorbildlich.

Die Industrieenquete wurde nach 15 von insgesamt 22 begonnenen Untersuchungen im Jahr 1916 aus Finanzgründen beendet. Ihre Ergebnisse sind zwischen den Jahren 1910 und 1915 in insgesamt sieben Monographien in der Reihe Schriften des Vereins für Socialpolitik (Bände 133, 134, 135 und 153) veröffentlicht worden.

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